Alles ist BEZIEHUNG ist alles
IP-Forum 2019 mit
über 100 TeilnehmerInnen!
Vorträge
Ulrike Bergmann
mit Ihrem Vortrag
„Kooperation statt Konkurrenz"
Gemeinschaft
Pause am
Bonifatiusbrunnen
Konzentration
Markus Dr. Jensch und
Werner Strubel
Inspirationen
Seelenfutter
Musikalische Lesung
mit Mathias Gall and Friends

IP-Forum 2019

Das Forum für Individualpsychologie 2019 vom 31.05.2019 bis 02.06.2019 in Frankfurt war ein voller Erfolg – mit über 100 TeilnehmerInnen. Willkommen waren nicht nur unsere vielen Mitglieder, sondern jeder, der sich für die Individualpsychologie interessiert: Wissenschaftler und Praktiker, Ausbilder, Studenten und solche, die einfach nur mehr über die Individualpsychologie erfahren wollen.

Unter dem diesjährigen Motto „WeMe – Alles ist BEZIEHUNG ist alles“ gab es viele Begegnungen und Inspirationen, Vorträge und Workshops.


Freitag, 31.05.2019

Den Freitag eröffnete Andrea Hillenbrand mit Ihrem Vortrag zum diesjährigen Motto „WeMe – Alles ist BEZIEHUNG ist alles“ – begeisternd und nachdenklich machend, mit dem Ihr eigenen Spritz Humor. Am Nachmittag konnte man an den vielen unterschiedlichen Workshops teilnehmen. Und am Abend unterhielt Mathias Gall and Friends die Teilnehmer mit einer musikalischen Lesung „Seelenfutter & mehr".

Vortrag:

Andrea Hillenbrand

Nach Ansbacher ist der soziale Aspekt der bedeutendste Faktor in Adlers Individualpsychologie. „Wir lehnen es ab, einen isolierten Menschen anzuerkennen und zu untersuchen“ sagt Alfred Adler selbst.

Unser Menschsein ist dadurch geprägt, dass wir immer in Beziehung stehen und all unser Denken, Fühlen und Handeln bezieht sich stets auf andere, mit denen wir in Beziehung stehen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht immer so scheint. Das Mittel, mit dem das Individuum die soziale Situation beantwortet, nennt Adler das Gemeinschaftsgefühl.

Er sieht das Ausmaß von Gemeinschaftsgefühl als Gradmesser der seelischen Gesundheit eines Menschen. Wir wollen einige dieser Aspekte der Individualpsychologie betrachten, die alle Beziehung berühren, in Verbindung mit möglichen Fragestellungen und Zielen in der Individualpsychologischen Beratung.

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Workshops:

Ulrike Bergmann

Unterstützungsgruppen aller Art sind im Trend. Und das aus gutem Grund, denn in ihnen steckt ein großes Potential für persönliche Entwicklung und beruflichen Erfolg. In diesem Workshop machen die Teilnehmenden praktische Erfahrungen und reflektieren diese – auch im Hinblick auf den Einsatz in der eigenen Arbeit.

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Bärbel Hörner

Sprache zeigt viel über die innere Haltung mir selbst und anderen gegenüber. In diesem Workshop wollen wir einander (aktiv) zuhören, durch ermutigende und klare Sprache sorgsam mit dem Anderen umgehen und somit eigene Sicherheit und Überzeugungskraft erlernen.

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Dr. Markus Jensch

Ich führe die Szene fort – diktiere noch einige Sätze dazu. Eine Momentaufnahme aus der Szene sehe ich – wie ein Standbild – vor mir. Ich beschreibe es. Dazu zeichne ich ein kleines Bild... Alles, was da geschrieben steht und was gezeichnet ist, repräsentiert meinen aktuellen Lebens- und Verhaltensstil. Ich bin verblüfft, möchte es nicht glauben: Da steht – versteckt in einer Film-Szene – mein aktuelles „Problem“. Schwarz und bunt auf weiß. Eine faszinierende Methode!

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Uti Landscheidt

In diesem Workshop werden wir kreativ mit verschiedenen Materialien arbeiten und anschließend die entstandenen Kunstwerke anschauen. Dabei entdecken wir sowohl Aspekte unseres eigenen Lebensstils als auch die von anderen. Zusätzlich lernen wir, wie sich solche Übungen in der eigenen Praxis anwenden lassen.

Zur Person:

Bereich Schule:
- Grund- und Hauptschullehrerin, pensioniert
- Beratungslehrerin (Land NRW)
- Schulberaterin (Bezirk linker Niederrhein)
- Lehrer-Fortbildnerin (Land NRW) für die Bereiche
- Kooperatives Lernen (Diplom von Norm and Kathy Green)
- Konfliktlösungen, Streitschlichtungsausbildung
- Trainingsraum (Responsible Thinking Room by Ed Ford, Arizona)

Bereich IP:
- Individualpsychologische Beraterin DGIP
- Sprecherin der Berater in der DGIP
- Dozentin für die DGIP/ Landesverbände/ Adler-Akademie
- Dozentin für Kunsttherapie am API Zürich
- Dozentin für Kunsttherapie bei diversen Veranstaltern
- Mitglied des Adler-Instituts Aachen-Köln
- Co-Übersetzer von Sadie Tee Dreikurs: „Cows can be purple“
- Mitglied des Lehrkörpers bei ICASSI
- Co-Vorstandsvorsitzende ICASSI

Andrea Mock-Haas

Kinder und Jugendliche brauchen klare Positionen von Erwachsenen, die ihnen Orientierung bieten. Für Erwachsene (Eltern, Pädagog*innen) bedeutet dies, im guten Kontakt mit sich selbst, respektvoll und wertschätzend mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen zu sein.
Welche Wirkung hat eine präsente, echte und klare Haltung auf das Kind, auf den Jugendlichen? Wie Sie als Erziehende eine solche Haltung im Erziehungsalltag entwickeln und bewahren können, werden wir in diesem Workshop durch gezielte Übungen und praktische Methoden erarbeiten.

Zur Person:

- IP-Beraterin und Coach Synchronizing® in eigener Praxis
- Gestaltberaterin
- Fortbildnerin, Supervisorin und Trainerin
- für Eltern, Kinder und Pädagog*innen

Peter Pollak

Freundschaften sind wichtig für unser Leben, für unser Wohlbefinden. Für uns als soziale Wesen sind andere Menschen wichtig, Freunde aber noch wichtiger.

In dem Workshop wird es darum gehen den Wert der Freundschaft zu würdigen, Tipps zur Pflege der Freundschaften zu erhalten, eingeschlafene Freundschaften wiederzubeleben, das Besondere an Freundschaften zu erkennen und bewusster mit Freunden umzugehen. Wir betrachten Freundschaften von der Kindheit bis ins hohe Alter.

Beispiele von bekannten Freundschaften großer Persönlichkeiten werden vorgestellt.

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Monika Risi Widmer

Nur ein echtes Selbstwertgefühl führt zum Gelingen der Lebensaufgabe Liebe und Intimität. Unser Selbstwertgefühl beeinflusst das Gelingen der Lebensaufgabe Liebe und Intimität in großem Ausmaß. In keinem anderen Lebensbereich sind wir so ungeschützt und verletzlich wie in diesem. Wir stehen, im wahren Sinne, oft nackt da.

An diesem Workshop geht es darum, wie ein stabiles Selbstwertgefühl unterstützt wird, damit diese intime Beziehung gelingen kann. Was Paare bereichert und wie gemeinsames Wachsen möglich wird.

Zur Person:

Nach 12-jähriger Tätigkeit in der Spitzenmedizin fand ich durch meine Kinder den Weg zur Individualpsychologie. Das vermittelte Menschenbild der IP sprach mich sehr an und ich fühlte mich in dieser Theorie zuhause. Nach der Diplomausbildung zur Individualpsychologischen Beraterin (SGIPA/SGfB) und dem Start der einen Praxis absolvierte ich zusätzliche Aus- und Weiterbildungen im systemischen Bereich. So schloss ich die Paarberatung (IEF), Sexualtherapeuten (Prof. Ulrich Clement) und Martemeo-Therateuten (Maria Aarts) Ausbildung ab. Zurück zur IP führten mich die kontinuierlichen Weiterbildungen an dem ICASSI und die Synchronizingausbildung bei Markus Jensch.

Seit 14 Jahren macht mir die vielseitige Arbeit im Bereich Partnerschaft, Liebe, Intimität, Frauenarbeit und vieles mehr sehr Freude. Neben der Praxistätigkeit biete ich auch Kurse und Seminare an.

Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder.

Freue mich, Sie kennen zu lernen!


Abendprogramm:

Mathias Gall and Friends

In seiner Musikalischen Lesung widmet sich der Mainzer Künstler Mathias Gall seiner „Musikeratur" (Musik und Literatur), die er in den letzten Jahren von Mainz (Lesungen) über Alzey (Rheinland-Pfalz-Tag) bis nach Leipzig (Katholikentag) zu Gehör bringen durfte und im eigenen parva-verlag veröffentlicht. Dieser hat sich der „kleinen" Kunst in Text, Bild und Musik verschrieben, d.h. einfachen, eingängigen Melodien und bebilderter lyrischer Prosa zu verschiedensten Themen: für Kleine und Große, über Gott und die Welt ... live zum Zuhören und Mitmachen.

Lieder und (Kurz-) Geschichten über das Leben – von und mit Mathias Gall (Gitarre/Gesang) & Jens Mackenthun (Gitarre/Bass) sowie Anja Kintscher (Lesung)

Zur Person:

Mathias Gall (Jahrgang 1979) ist Lehrer für Latein, Deutsch, kath. Religion und Darstellendes Spiel am Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey, doch außerdem noch vieles mehr.
Neben einiger schulischer Theater - und Chorprojekte, bei denen auch selbst geschriebene Stücke aufgeführt wurden, leitet er den Jungen-Chor St. Gereon Nackenheim und ist in seiner Pfarrgemeinde z.B mit "OpenAir - Krippenspielen" sehr aktiv.
Ebenso spielt und singt er auch in der Coverband "LiveStyle" und ist dazu noch mit z.T. eigener Musik auf den Bühnen der Mainzer Fastnacht aktiv.
Darüber hinaus war und ist Mathias Gall an verschiedenen Musical-Projekten beteiligt - als Komponist und Orchesterleiter (u.a. in Nackenheim) oder derzeit als Franz Reinisch in "Gefährlich - Franz Reinisch", das über die Landesgrenzen hinaus gespielt wird.
Erwähnenswert ist sein eigener kleiner parva-Verlag mit selbstgeschriebenen Texten inklusive Musik - für Große und Kleine, über Gott und die Welt.
Für uns besonders spannend ist sein Engagement im Hörspielbereich, welches er in Zukunft noch weiter ausbauen möchte. Neben schulischen Projekten beschäftigt er sich hierbei besonders mit einer persönlichen Leidenschaft - vertonte FanFiction zu "Masters of the Universe".


Samstag, 01.06.2019

Der Samstag startete mit dem Vortrag von Ulrike Bergmann „Kooperieren statt konkurrieren. Wie Zusammenarbeit gelingen kann“. Der Nachmittag bot wieder ein volles Programm mit tollen Workshops.


Vortrag:

Ulrike Bergmann

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Viele Menschen fürchten die Konkurrenz durch Mitbewerber, die in einem ähnlichen Metier tätig sind und übersehen dadurch die Möglichkeiten einer Kooperation, in der alle gewinnen. Selbst wenn es zu Kooperationen kommt, scheitern viele und damit entsteht ein negativer Kreislauf. Wie aus Konkurrenten erfolgreiche Kooperationspartner werden und was erforderlich ist, damit sie gelingen, zeigt dieser praxisorientierte Vortrag.


Workshops:

Zivit Abramson

In jeder Partnerschaft entstehen schon sehr früh Erwartungen und Vorstellungen die das gemeinsame Leben beeinflussen. Man kann das auch so beschreiben, dass beide Partner schon sehr früh eine Art Paarvertrag abschließen. Dieser psychologische Vertrag ist beiden meist nicht bewusst. Er ist nicht einmal mündlich besprochen. So kann es zu Missverständnissen, Konflikten und Streit kommen. Es lohnt sich diesen Paarvertrag zu verstehen, und darüber zu sprechen. In dem Workshop gibt die Referentin Einblick in die von ihr entwickelte Methode. Die Teilnehmer werden Gelegenheit haben, die Methode und Teile ihres Paarvertrags kennen zu lernen.

Zur Person:

Die Autorin Frau Dr. Zivit Abramson wurde am 15.09.1938 in Tel Aviv geboren. Ihre Mutter stammte aus Gotha und ihr Vater aus Berlin. 1934 sind die Eltern noch rechtzeitig nach Israel ausgewandert.

Sie studierte Psychologie und Philosophie in Tel Aviv.

Seit 1976 ist sie als Therapeutin (Familien-, Paar-, und Einzel-Psychotherapie) tätig, seit 1980 als Supervisorin.

Von 1981 bis 2000 leitete sie die Abteilung für Eltern-Erziehung und die Klinik für Familien- und Paartherapie am Adler-Institut, Tel Aviv. Seit 1990 ist sie Dozentin bei ICASSI, den von Rudolf Dreikurs gegründeten internationalen Ferienkursen der Adlerianer. Teilnehmer aus Deutschland besuchen dort überwiegend zunächst ihre Kurse.

2013 hat sie im Alter von 74 Jahren ihre Doktorarbeit über Parallelen zwischen Jean Paul Sartre und Alfred Adler geschrieben.

Ihr Lebenspartner, der Bildhauer Matanya Abramson, ist 2004 verstorben.
Sie hat einen Sohn und 5 Enkelkinder.

Von 1985 bis 1992 wurde zweimal in der Woche eine öffentliche Familien-Beratung mit ihr im israelischen Fernsehen gesendet. Seit 1994 gibt es ein "Offenes Beratungs-Zentrum" in allen Großstädten Israels, wo sie viele Jahre regelmäßig öffentliche Beratungen einer Familie vor Publikum durchgeführt hat.

Von 1983 bis 2004 schrieb sie für mehrere Zeitschriften Kolumnen. 1988 erschien ihr Buch "Sex is not only sex" (zusammen mit Ruth Leviav) und 1998 "About Sex".

Für die in Israel sehr renommierte Tageszeitung "Jediot Acharonot " hat sie von 1999 bis 2004 eine wöchentliche Kolumne geschrieben, in der sie auf Briefe geantwortet hat, die ratsuchende Menschen an sie gerichtet haben (Familien- und Paar-Themen sowie persönliche Probleme). Ein Verlag kam dann mit der Frage auf Frau Dr. Abramson zu, ob sie bereit wäre, daraus ein Buch zu machen. So kam es dann 2005 zu dem Buch "LEARNING COUPLES" zunächst in Hebräisch und 2014 in Englisch. Das Buch beinhaltet neben den sehr interessanten Praxisfällen auch hervorragende Erläuterungen zu einzelnen Themen - z. B auch zu dem von Frau Dr. Abramson entwickelten Modell "nicht bewusster Paarvertrag".

Barbara Heine

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“ (Guy de Maupassant)

Ein Leben lang begleiten Menschen unseren Weg. Manche begleiten uns nur eine kurze Wegstrecke, andere sind länger – vielleicht sogar lebenslang an unserer Seite. Sie prägen uns, nehmen Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Handeln.

Im Rahmen des Workshops werfen wir einen Blick auf unsere Wegbegleiter in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Welche Bedeutung hatten sie für uns? Was konnten wir von ihnen lernen? Was war das Besondere an der Begegnung und Begleitung? Wie sieht unser aktuelles Beziehungsnetz aus? ...

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Dr. Markus Jensch

Wir haben uns im Laufe unserer Ausbildung perfekt darin ausgebildet, nach dem „Warum“ zu fragen: Warum weine ich, warum bin ich oft traurig, warum fahre ich nach einer Provokation so schnell aus der Haut? Es gibt aber eine Frage, die uns auf eine völlig andere Spur bringt: die Frage nach dem Wozu! Wozu pinkelt ein Sechsjähriger plötzlich wieder ins Bett? Wozu trinke ich immer wieder bis zum Filmriss? Wozu erröte oder stottere ich? Wozu mache ich unter Druck eine gute Miene – obwohl ich das gar nicht will?
Doch aufgepasst: Die Wozu-Frage hat ihre Tücken...

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Peter Pollak

Ein guter Umgang mit sich selbst ist die Voraussetzung die sozialen Lebensaufgaben wirklich kompetent zu erfüllen. In dem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, was wir tun können, um mit dem einzigen Menschen mit dem wir immer zu tun haben, nämlich uns selbst, gut bis ausgezeichnet umzugehen. Ansätze um eine gute Beziehung zu uns selbst zu gestalten werden besprochen. Anregungen mit sich selbst Freundschaft zu schließen und zu pflegen werden angeboten.
Anstöße und Beispiele aus dem Teilnehmerkreis werden dankbar aufgenommen.

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Julia Radecke

Wir handeln nach lange trainierten, eingefahrenen Mustern und Strategien. Das Ergebnis ist nicht immer befriedigend. Sie werden sich in diesem Selbsterfahrungsworkshop mit individualpsychologisch ausgerichteten Methoden der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) Ihre unbewussten persönlichen Strategien bewusst machen, können neue Handlungsmöglichkeiten ausprobieren und erfahren, welche Ergebnisse Sie damit erzielen. In positiver Atmosphäre könne Sie sich selbst im sozialen Beziehungskontext entfalten und besser kennenlernen.
Das Angebot eignet sich für Menschen ohne und mit Kenntnissen der KBT.

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Christelle Schläpfer

Mobbing und Cybermobbing sind nach wie vor große Herausforderungen an vielen Schulen. Viele betroffene Schüler holen sich keine Hilfe aus Angst, die Situation könnte schlimmer werden. In diesem Workshop erfahren wir, weshalb die Form der Intervention bei Mobbing und Cybermobbing entscheidend ist und erhalten viele Ressourcen zur Prävention und Intervention.

Zur Person:

- Master of Arts UZH
- ehemalige Gymnasiallehrerin
- individualpsychologische Beraterin
- Trainerin & Dozentin
- Gründerin & Inhaberin von edufamily® – Bildung und Beratung für Schulen und Familien
www.edufamily.ch

Alice Wulf

Probleme treten in diversen Ausprägungen in allen Lebensbereichen auf. Um ein Problem zu lösen, kann es sinnvoll sein, es in einfachere Unteraufgaben zu zerteilen oder auf bereits gelöste Probleme zu schauen oder die Ausgangssituation auf andere Art und Weise zu betrachten oder widersprüchliche Ziele anzupassen oder...

In diesem Workshop lernen Sie die Incident-Methode kennen. Die Vorgehensweise ist einfach strukturiert. Lösungen werden gemeinschaftlich und respektvoll gefunden, dadurch wird das Einfühlungsvermögen und die Kooperation gefördert. Sie ist vielseitig anwendbar: in Gruppen, in Teams, in Familien, in Beziehungen und in der Beratung.

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Sonntag, 02.06.2019

Am Sonntag befasste sich Fari Khabirpour in seinem Vortrag mit dem Thema „Beziehung hoch drei": Selbstbeziehung, Beziehung zum All, Ich und du – ein schöner Abschluss zu unserem Motto „Alles ist BEZIEHUNG ist Alles". Unsere Veranstaltung endete mit dem Vortrag von Zivit Abramson „Motivation in der Liebesbeziehung". Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde sich fröhlich verabschiedet.


Vorträge:

Fari Khabirpour

1) Selbstbeziehung: „Ich fühle, also bin ich".
2) Beziehung zum All: „Mit dem All eins sein" – alleine sein ohne sich einsam zu fühlen.
3) Ich und du (mit Schwerpunkt auf Partnerschaft): „Ich brauch dich, ich brauch dich nicht".

Zur Person:

PERSÖNLICHE DATEN
Geboren in Teheran, Iran im November 1951
Umzug nach Luxemburg mit Familie Ende 1959
Erhielt 1980 die luxemburgische Staatsbürgerschaft

BILDUNG UND AUSBILDUNG
Europäische Schule, Luxemburg – Deutsche Sektion
Studium der Klinischen Psychologie an der Universität Zürich / Schweiz
Studium der Pädagogischen Psychologie an der Universität Zürich
Drei Jahre Ausbildung in Adlerischer Psychotherapie am Alfred-Adler-Institut in Zürich

BERUFSERFAHRUNG
Direktor der SOS-Kinderdörfer in Mersch / Luxemburg
Direktor des CPOS (Zentrum für Psychologie und Schulberatung), Bildungsministerium, Luxemburg
Direktor des Internierungslagers, Luxemburg
Private Psychotherapiepraxis
Mitglied des medizinischen Kollegiums von Luxemburg

VERÖFFENTLICHUNGEN
Buchautor und zahlreiche Artikel in nationalen und internationalen Publikationen über die frühkindliche Bildung und darüber hinaus
Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender des Luxemburger Adlerian Institute of Holistic Psychology
Gründer der Peace-Factory (Jugendlager) und seit kurzem als Förderer des von baha'i inspirierten spirituellen, intellektuellen und sozialen Empowerment-Programms für Jugendliche tätig
Mitglied der luxemburgischen Baha'i-Gemeinschaft
Gründungsmitglied der Arabischen Vereinigung für Kulturaustausch Luxemburg (AACE)
Verheiratet, Vater von drei Kindern und Großvater

Zivit Abramson

Die Autorin Frau Dr. Zivit Abramson wurde am 15.09.1938 in Tel Aviv geboren. Ihre Mutter stammte aus Gotha und ihr Vater aus Berlin. 1934 sind die Eltern noch rechtzeitig nach Israel ausgewandert.

Sie studierte Psychologie und Philosophie in Tel Aviv.

Seit 1976 ist sie als Therapeutin (Familien-, Paar-, und Einzel-Psychotherapie) tätig, seit 1980 als Supervisorin.

Von 1981 bis 2000 leitete sie die Abteilung für Eltern-Erziehung und die Klinik für Familien- und Paartherapie am Adler-Institut, Tel Aviv. Seit 1990 ist sie Dozentin bei ICASSI, den von Rudolf Dreikurs gegründeten internationalen Ferienkursen der Adlerianer. Teilnehmer aus Deutschland besuchen dort überwiegend zunächst ihre Kurse.

2013 hat sie im Alter von 74 Jahren ihre Doktorarbeit über Parallelen zwischen Jean Paul Sartre und Alfred Adler geschrieben.


Ihr Lebenspartner, der Bildhauer Matanya Abramson, ist 2004 verstorben.
Sie hat einen Sohn und 5 Enkelkinder.

Von 1985 bis 1992 wurde zweimal in der Woche eine öffentliche Familien-Beratung mit ihr im israelischen Fernsehen gesendet. Seit 1994 gibt es ein "Offenes Beratungs-Zentrum" in allen Großstädten Israels, wo sie viele Jahre regelmäßig öffentliche Beratungen einer Familie vor Publikum durchgeführt hat.

Von 1983 bis 2004 schrieb sie für mehrere Zeitschriften Kolumnen. 1988 erschien ihr Buch "Sex is not only sex" (zusammen mit Ruth Leviav) und 1998 "About Sex".

Für die in Israel sehr renommierte Tageszeitung "Jediot Acharonot " hat sie von 1999 bis 2004 eine wöchentliche Kolumne geschrieben, in der sie auf Briefe geantwortet hat, die ratsuchende Menschen an sie gerichtet haben (Familien- und Paar-Themen sowie persönliche Probleme). Ein Verlag kam dann mit der Frage auf Frau Dr. Abramson zu, ob sie bereit wäre, daraus ein Buch zu machen. So kam es dann 2005 zu dem Buch "LEARNING COUPLES" zunächst in Hebräisch und 2014 in Englisch. Das Buch beinhaltet neben den sehr interessanten Praxisfällen auch hervorragende Erläuterungen zu einzelnen Themen - z. B auch zu dem von Frau Dr. Abramson entwickelten Modell "nicht bewusster Paarvertrag".


Vielen Dank an alle Referentinnen und Referenten, WorkshopleiterInnen und alle unsere TeilnehmnerInnen. Wir freuen uns auf das nächste IP-Forum 2021.